Erster Rückzieher: Großbritannien wird frühestens 2013 in den IWF einzahlen

Nachdem IWF-Chefin Lagarde am Freitag verkündet hatte, dass der IWF mit 430 Milliarden Dollar an frischem Geld rechnen kann, stellt sich einen Tag später heraus: Die versprochenen 15 Milliarden Euro der Briten kommen, wenn überhaupt, frühestens 2013.

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Großbritannien hat seine Zusage, 15 Milliarden Euro in den IWF einzuzahlen, an eine formale Bedingung geknüpft, deren Erfüllung frühestens im Jahr 2013 möglich ist. Wie jetzt erst bekannt wird, zahlen die Briten erst, wenn die umstrittene Quoten-Reform des IWF von allen Staaten ratifiziert ist. Die Quoten-Regelung sieht vor, dass die Schwellenländer mehr Einfluss im IWF bekommen. Dies soll auf Kosten der USA gehen. Die Amerikaner haben die Ratifizierung bisher verschleppt – und planen nach Angaben aus Regierungskreisen in Washington auch nicht, dies noch vor den Wahlen im Herbst zu tun. Der neue US-Präsident wird frühestens im Januar 2013 inauguriert. Dies bedeutet, dass frühestens im März 2013 eine Zahlung Großbritanniens an den IWF erfolgen wird.

Das Kalkül der Briten: Bis dahin kann noch viel passieren – vor allem aber kann die Regierung von David Cameron auf diesem Weg die immer lauter werdende Anti-EU-Opposition im Parlament und in den eigenen Reihen beruhigen.

Ob die Euro-Krise auf derartige taktische Erwägungen Rücksicht nehmen wird ist indes eine andere Frage.

Kommentare

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    • anne sagt:

      Ich sage es mal vorsichtig. Wenn ´das Wörtchen “wenn, nicht wäre,……

      Hier ist doch die Frage, welche Länder wären bereit, diese Quoten – Reform zu ratifizieren. Wenn es keine Einigung gibt, wird dieser Wisch wohl auch nicht unterzeichnet und England müsste nicht zahlen.
      Möglicherweise warten die Engländer auch 2012 noch ab, wann der Euro- Crash seinen Lauf nimmt. Dann müssen die Karten eh neu gemischt werden.

    • export sagt:

      Aber Hauptsache dieser Scheiß Finanzkrüppel aus Deutschland verschenkt UNSER GELD und UNSERE ZUKUNFT.Ich würde Feiern wenn dieses Subjekt endlich aufhören würde zu Atmen und mind.2Meter tief im Erdboden für immer verschwinden würde.Ich kann meinen Hass gegenüber dieser Amöbe nicht mehr ünterdrücken

      • Zalduras sagt:

        Hallo Export,

        Finanzkrüppel ist ein gemeiner Ausdruck. Nenn ihn eher körperlich beeinträchtigter Finanzminister.
        Ich mag es auch nicht, dass Schäuble dem Ausland dermaßen viel verspricht.

        Vermutlich würde die SPD, Grüne, FDP das genauso machen. Also bleiben ja nicht mehr viele Parteien übrig die man wählen kann, die vermutlich das Mainstreamprogramm nicht durchziehen werden.

        Zalduras

        • export sagt:

          Da habe ich mich wohl ein ein klein wenig falsch ausgedrückt.Mit Finanzkrüppel ist nicht seine körperliche Verfassung gemeint , sondern seinverkrüppeltes Gehirn(Verstand).Denn alles was der macht oder nicht macht ist Katastrophal !So jemanden zum Finanzminister zu machen(jemand der nicht rechnen kann und dazu noch über alle maßen dumm ist)

      • Beobachter sagt:

        @ export:

        Schließe mich voll Ihren Ausführungen an:
        Solche Verbrecher, wie speziell dieser, ruinieren (gemeinsan mit gewissen anderen) ehrwürdig erschaffene Lebenswerke Millionen deutscher Bürger!

        Man arbeitete jahrzehntelang in dem Glauben, man kann seinen Kindern etwas auf ihren Lebesweg mitgeben.
        DOCH WEIT GEFEHLT !!!
        Das wird jedoch gerade durch eine Polit – Schergenbande gestohlen!

        HASS, auf solche Individuen, ist tatsächlich das Resultat!

        Als ich 1967 in die Berufs-/Gewerbeschule ging, war über der Eingangstür ein großer Kupferstich angebracht; wortlaut:

        ” Meine Arbeit – Meine Ehre”
        ( Das Schild gibt es übrigens heute noch, u. gelegentlich gehe ich daran vorbei ).

        Was hat denn diese Polit-Bande aus dem Vertrauen der Bürger gemacht?

        Den Glauben an einen sog. Rechtsstaat habe ich längst verloren.
        Ich weiß nicht ob meiner Aktion/Reaktion, sollten Ausschreitungen
        beginnen!

      • Voltaire sagt:

        Jonathan Swift, Gullivers Reisen

        Drittes Kapitel

        „Am meisten Spaß machten mir die Seiltänzer, die ihre Kunst auf einem dünnen weißen, etwa zwei Fuß langen und zwölf Zoll über dem Boden gespannten Faden vorführen. Ich bitte den Leser um Geduld, wenn ich mir die Freiheit nehme, hierüber etwas ausführlicher zu berichten.

        Diese Kunst wird nur von solchen Leuten ausgeführt, die als Kandidaten für eins der hohen Hofämter in Frage kommen. Sie werden darin schon von Kind an trainiert, und es sind keineswegs immer sehr vornehme oder feingebildete Leute. Wird eines der Hofämter frei – entweder dadurch, daß der Betreffende stirbt oder (was oft genug vorkommt) in Ungnade fällt -, dann flehen fünf oder sechs dieser Kandidaten den Kaiser an, sich vor Seiner Majestät und dem Hof als Seiltänzer produzieren zu dürfen. Wer, ohne herunterzufallen, am höchsten springt, erhält das Amt. Sehr oft wird selbst den höchsten Ministern befohlen, ihre Geschicklichkeit zu zeigen und dem Kaiser zu beweisen, daß sie ihre Sprungfähigkeit nicht verloren haben. Flimnap, der Finanzminister, gilt allgemein als der beste Springer, weil er auf dem straff gespannten Seil mindestens einen Zoll höher springt als alle anderen Herren des Reiches.“

        Wäre interessant zu erfahren, was Dr. W. Schäuble für das Amt des Bundesfinanzministers qualifiziert?

      • Cuzco sagt:

        Liebe(r) export,

        ich kann ihren Unmut verstehen, jedoch könnten Sie sich etwas gewählter ausdrücken.
        Hass bringt uns nicht weiter, sondern Vernunft. Hass verdrängt diese jedoch!
        Nennen wir es also besser Zorn!!!

        Verwenden Sie lieber ihre geballte Energie dazu, sich zu überlegen, wie wir diesem Dilemma entrinnen können.

        Wenn schon die Mehrheit der Medien den Michel verdummen möchte, dann lassen Sie uns gemeinsam aufstehen und klären sie in ihrem Bekanntenkreis auf- nur so können wir etwas ausrichten!
        Je mehr Menschen wissen was in diesem Land (und europaweit) gespielt wird, desto besser!

        Ich mache das seit Monaten so und auch wenn ich von manchen dumm angeschaut werde, lasse ich mich nicht aufhalten.
        Wenn von 50 angesprochenen Leuten nur Einer aufwacht, haben wir schon den Nächsten, der aufklärt…
        Die Zeit arbeitet zwar gegen uns, dennoch dürfen wir nicht untätig sein!

        WIR SIND DAS VOLK- wenn auch ein bedauernswertes, denn man versucht uns zu verraten, verkaufen, auszunehmen und zu unterdrücken.
        Doch wenn nicht jeder von uns seine Kräfte mobilisiert und dagegen angeht, erst dann haben wir es nicht anders verdient.

        Einen schönen Sonntag,

        Cuzco.