Wettbewerb: McKinsey rät Unternehmen zu Kriegs-Spielen

Um das Verhalten der Konkurrenten besser zu studieren und mögliche Schwächen neuer Produkte zu erkennen, seien McKinsey zufolge derartige Spiele ideal. Oft neigen Unternehmen zudem dazu, sich selbst zu unterschätzen, und auch dem könnte auf diese Weise Abhilfe geschaffen werden.

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„Sie haben alles richtig gemacht? Marktforschung betrieben, Prototypen erstellt und eine vielversprechende Idee entwickelt“, fragt das McKinsey in seiner vierteljährlichen Veröffentlichung. Wenn dennoch Ihr neues Produkt nicht am Markt eingeschlagen hat, dann könnten Kriegs-Spiele Ihnen weiterhelfen, rät McKinsey schließlich. „Durch die Simulation der Gedanken, Pläne und Handlungen von Konkurrenten im Kriegs-Spiel“ könnten die Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen verbessern, so die Unternehmensberater. Gleichzeitig schaffe dies ein „tieferes Verständnis“ davon, wie Unternehmen ihre Innovationen mit denen der Konkurrenz vergleichen können.

So könne auch herausgefunden werden, wie leicht es der Konkurrenz gemacht wird, mit Nachahmer-Produkten einzusteigen und beispielsweise durch große Rabatte den Konsumenten schneller an ihr eigenes Produkt zu binden. Diese Erkenntnis kann dazu genutzt werden, um zusätzliche Barrieren für andere Wettbewerber einzubauen. Neben der Ausblendung möglicher Konkurrenten würden Kriegs-Spiele McKinsey zufolge auch verdeutlichen, wo sich das Unternehmen bzw. das Entwicklerteam selbst überschätzt und zu blauäugig agiert. Deshalb sind „Kriegs-Spiele ein erprobtes tatsächlich strategisches Werkzeug, das bisher allerdings nur relativ wenige Unternehmen nutzen“, bedauert McKinsey abschließend.

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