Kehrtwende beim IWF: Portugal soll weniger sparen

Portugal hält derzeit an den Forderungen der EU und des IWF fest und bemüht sich mit einem strikten Sparprogramm. Doch genau das könnte nun im Falle Portugals aufgrund der starken Rezession nicht richtig sein, warnte der IWF nun.

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Um die Tranchen aus dem Rettungspaket zu erhalten, versucht die portugiesische Regierung weiter am Sparkurs festzuhalten. Doch das Land befindet sich in der schwersten Rezession seit den 70er Jahren. Besonders besorgniserregend seien derzeit dem IWF zufolge die wirtschaftlichen Folgen der Sparmaßnahmen und die zurückgehende Nachfrage aus dem Ausland.

Und so warnt ausgerechnet der IWF entgegen der eigens mit der EU gesetzten Defizitziele für Portugal, die strikten Sparziele einzuhalten, sollte der wirtschaftliche Abschwung um Land stärker ausfallen, als zunächst erwartet. Doch um die Ziele für 2012 mache sich der IWF keine Sorge, diese seien in Reichweite. Zudem geht der Internationale Währungsfonds davon aus, dass das Rettungspaket im Umfang von 78 Milliarden Euro ausreichend sei und Portugal sich ab September 2013 wieder an den Kapitalmärkten wieder refinanzieren könne (ein EU-Beamter sieht das anders und stellte einen Anleihetausch in Aussicht – hier). Am Mittwoch hatte der IWF die nächste Auszahlung in Höhe von mehr als fünf Milliarden Euro freigegeben.

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