US-Arbeitsmarkt: 28 Millionen Amerikaner haben nur einen Teilzeitjob

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten in den USA steigt massiv. Zwar fallen diese Menschen aus der Arbeitslosenstatistik, sie können aber kaum von ihrem Lohn leben und sind sozial nicht abgesichert. Die Krise hat über drei Millionen Amerikaner in die Teilzeit getrieben.

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In den USA erlebt der Arbeitsmarkt eine bedenkliche Entwicklung. Die Arbeitslosenzahlen sind zuletzt nicht nur sehr schwach gesunken, auch die Qualität der Arbeitsverhältnisse hat sich stark geändert. Im Mai hatten so viele Amerikaner lediglich einen Teilzeitjob wie noch nie: 28 Millionen Amerikaner arbeiteten im vergangenen Monat weniger als 35 Stunden pro Woche. Damit sind sie weder kranken- noch sozialversichert.

Die Teilzeitjobs dürften die Arbeitslosenstatistik in den USA erheblich verfälschen. Denn in der Tat reicht bereits eine Arbeitsstunde pro Woche aus, um als Teilzeitbeschäftigter zu gelten. Ihren Lebensunterhalt dürften diese Menschen aber kaum von ihren Jobs bestreiten können.

Die Entwicklung hin zu mehr Teilzeitbeschäftigungen ist eng verbunden mit der krise: Seit dem Jahr 2007 sank die Zahl der Vollzeitbeschäftigungen um 6,9 Millionen. Im selben Zeitraum entstanden 3,1 Millionen Teilzeitjobs zusätzlich. Am stärksten ist die Zahl der Teilzeitjobs allerdings in den vergangenen beiden Monaten gestiegen: Im April wurden sie um 508.000 und im Mai sogar um 618.000 Jobs mehr.

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