EU drängt Griechenland zur Banken-Schließung

Insidern zufolge will die EU Griechenland dazu drängen, kleine Banken zu schließen, um weniger Geld in marode Finanzinstitute zu stopfen. Ein Schlagabtausch zwischen der griechischen Zentralbank und der EU zeichnet sich ab. Spanien und Portugal könnte es auch treffen.

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Die EU scheint nicht mehr so viel Geld in griechische Banken pumpen zu wollen, wie bisher. Aus EU-Kreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, dass die EU-Kommission einige griechische Banken schließen wolle. Das fünftgrößte Finanzinstitut ATEbank könnte auch davon betroffen sein. „Wir treten in eine neue Phase mit Griechenland Spanien und Portugal ein“, sagte einer der Insider. „Die ATEbank muss auf lange Sicht abgewickelt oder geschlossen werden“, fuhr die Quelle fort. Das gelte auch für einige andere Banken.

Zwar ist es grundsätzlich die Aufgabe der griechischen Zentralbank, angeschlagene Banken notfalls zu schließen, aber die EU-Kommission hat aufgrund der europäische Hilfen für Griechenland mittlerweile ein Mitsprache recht. Wäre die Rettung einer Bank zu teuer, kann die Kommission das Hilfsgesuch der Bank ablehnen – eine Abwicklung wäre die Folge. Ein EU-Mitarbeiter betonte, dass die EU-Kommission auch bei spanischen und portugiesischen Banken so vorgehen könnte.

Während das griechische Finanzministerium den Bericht dementiert, wollten die griechische Zentralbank und die ATEbank keine Stellung dazu nehmen.

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