Französische Autobauer in der Krise: Peugeot kündigt 6.000 Mitarbeitern

Der französische Autokonzern Peugeot leidet unter einem massiven Absatzrückgang. Das Unternehmen muss tausenden Mitarbeiter kündigen und Wertpapiere verkaufen. Außerdem soll das Management bereits vorsorglich wegen staatlicher Hilfen angeklopft haben.

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Der französische Autobauer Peugeot wird mindestens 6.000 Arbeitsplätze abbauen. Um Verluste ausgleichen zu können, wird die Peugeot-Gruppe außerdem Assets im Wert von 1,5 Milliarden Euro verkaufen. Grund für die schweren Probleme des Autokonzerns sind unter anderem die rückläufigen Verkaufszahlen in der Eurokrise.

Ein Politiker aus dem Umfeld des Wirtschaftsministers Pierre Moscovici sagte in einer französischen Zeitung, Peugeot hätte bereits bei der Regierung um einen Notkredit angefragt, um die Verluste abfangen zu können. Der Konzern dementiert, den Staat um Hilfe gebeten zu haben.

Die französischen Automobilkonzerne haben im ersten Halbjahr 2012 wesentlich weniger Autos verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Verkaufszahlen französischer Automarken sind um 13 Prozent gesunken. In den ersten sechs Monaten 2012 verkauften Peugeot und Citroen 1,62 Millionen Autos. Im vergangenen Jahr waren in diesem Zeitraum bereits 1,86 Millionen französische Autos verkauft worden.

Besonders stark betroffen war der italienische Markt. Hier wurden bisher 22 Prozent weniger französische Autos verkauft als von Januar bis Juli 2011. Die schlechten Verkaufszahlen haben sich auch auf die Aktien der Unternehmen ausgewirkt. Der Kurs der Peugeot-Aktie ist alleine Ende dieser Woche um 6 Prozent gefallen.

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