Krisendruck: 2.000 Selbstmorde in den vergangen 2 Jahren in Griechenland

Die soziale Situation in Griechenland wird immer problematischer: 350 Selbstmordversuche gab es allein im Juni. 50 Menschen kamen dabei ums Leben. Psychische Probleme und die Folgen der Wirtschaftskrise werden als Gründe angeführt.

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Am Montagmorgen fand eine Familie einen 42-jährigen Verwandten, der sich in seinem Haus in Amaliada Stadt auf Peleponnes erhängt hatte. Der Mann war seit geraumer Zeit arbeitslos und Vater von zwei Kindern. In Griechenland häuft sich die Zahl der Selbstmorde. Laut Statistiken haben sich mehr als 2.000 Menschen das Leben genommen, seit das Land vor zwei Jahren um internationale Finanzhilfe gebeten hat.

Laut Yiannis Xousos, Präsident der Gewerkschaft des öffentlichen Rettungsdienstes EKAV gingen allein im Juni 2012 350 Anrufe ein, die einen Krankenwageneinsatz im Zusammenhang mit Selbstmord forderten. Fünfzig dieser Fälle endeten mit dem Tod. In den ersten acht Tagen des Monats Juli gab es bereits sechs Anrufe in diesem Zusammenhang. In fünf von diesen Fällen konnte das Leben nicht mehr gerettet werden.

Erst Ende Juli sprang ein griechischer Bankangestellter von der Akropolis vor den Augen der Besucher in den Tod. Der Mann arbeitete bei der angeschlagenen, staatlichen ATEbank. Kurz nach Arbeitsbeginn machte er eine Pause und nahm sich das Leben.

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