Finanzchef: Deutsche Rentenkasse hat trotz Krise keinen Euro verloren

Die Deutschen Rentenversicherung hatte in den vergangenen Jahren keinerlei Verluste zu beklagen, so der Finanzchef. Die Inflation ließ er bei dieser Rechnung jedoch außer Acht und die ist angesichts der niedrigen Renditen sicherer Papiere deutlich spürbar. Aber sein Auftrag sei es, das Geld sicher anzulegen und nicht die Profitabilität zwangsläufig zu steigern.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Auf den ersten Blick ist die Aussage des Finanzchefs der Deutschen Rentenversicherung Bund, Ulrich Reineke, eine äußerst positive: „Es ist in der gesamten Rentenversicherung nirgendwo ein Euro verloren gegangen in den vergangenen Jahren“. Reserven in Höhe von 25,1 Milliarden Euro muss die Rentenversicherung derzeit zinsbringend und sicher anlegen. Doch der nicht aufgetretene und gepriesene Verlust ist nur dem Nominalwert des Vermögens zuzuschreiben.

Aufgrund niedriger Zinsen für Termingelder erreichte die Rentenversicherung 2011 nur Renditen zwischen 1,0 und 1,5 Prozent. Bei einer Inflation von 2,3 Prozent tritt demzufolge ein Kaufkraftverlust beim Vermögen auf. „Wir haben natürlich deutlich negative Realrenditen“, so Ulrich Reineke am Freitag in Berlin. Aber „mehr Rendite erzielen, heißt deutlich mehr Risiko eingehen. Das ist nicht unser Job“.

Zurzeit liege die Rendite bei etwas über 0,5 Prozent und somit über den Orientierungsmarken EONIA und Ein-Monats-Euribor. „Wir haben laufende Geldanlagen bei etwa 45 Banken, überwiegend in Deutschland.“ In „irgendwelchen komplexen Derivaten tummeln wir uns nicht“, erläutert er. „Die Profitabilität ist insofern eine Nebenbedingung. Und das tut auch gut.“ Dennoch mache das historisch niedrige Zinsniveau Entscheidungen bezüglich des Anlegens der Gelder nicht einfach. So habe ihm erst kürzlich eine Großbank für eine Monatseinlage nur einen Zins von 0,07 Prozent angeboten.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick