Weitere Einschnitte: Griechenlands Regierung will 11,7 Milliarden Euro sparen

Um die Troika von dem guten Willen zur Umsetzung der Sparmaßnahmen zu überzeugen, hat der griechische Finanzminister ein Sparpaket in Höhe von 11,7 Milliarden Euro vorgelegt. Am stärksten trifft es abermals die Bürger selbst. Besonders bei den Renten und im Gesundheitssystem soll gespart werden.

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Vor den Wahlen hatten nahezu alle griechischen Parteien noch angekündigt, sofort das Bailout-Programm neu verhandeln zu lassen. Doch die Politiker mussten einsehen, dass sie eine ganz schlechte Verhandlungsposition haben, weil etliche Sparmaßnahmen bisher nicht umgesetzt worden sind. Nun versucht die griechische Regierung die Troika mit einem neuen Sparpaket in Höhe von 11,7 Milliarden Euro, die in den nächsten zwei Jahren eingespart werden sollen, vom Reformwillen des Landes zu überzeugen. Nachdem das Paket den drei Regierungsparteien vorgestellt wurde, soll es der Troika präsentiert werden, so das griechische Finanzministerium.

Doch die Sparmaßnahmen werden nicht einfach umzusetzen sein, die Gewerkschaften haben es bereits heftig kritisiert, da es wieder die griechischen Bürger am stärksten trifft. Genau das, so hatte es Antonis Samaras vor der Wahl versprochen, sollte nicht wieder geschehen. So sieht das Paket etwa Kürzungen aus den Gebieten des Arbeitsministeriums in Höhe von 5 Milliarden Euro vor. Die Renten sind beispielsweise erneut betroffen. Es soll in Zukunft in Griechenland keine Rentenauszahlungen mehr geben, die den Betrag von 2.200 Euro übersteigen.

Im Gesundheitssystem wird Regierungsquellen zufolge ebenfalls gespart. Wenn die Arztkosten eines Bürgers 1.500 Euro im Jahr übersteigen, muss der Versicherte bei jedem weiteren Arztbesuch 10 Euro zahlen und bei einem Krankenhausaufenthalt soll der Patient 15 Prozent der Kosten übernehmen.

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