Gefahr für Griechenland: 13 Milliarden Euro weniger aus den EU-Fonds

Wachstum ist die große Herausforderung neben dem Schuldenabbau in Griechenland. Und ausgerechnet die Höhe des BIP Griechenlands könnte dem Land nun zum Verhängnis werden: Für die nächste Förderperiode der EU-Fonds könnten dem Land Milliarden entgehen.

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Die EU-Fördertöpfe mit ihren Struktur- und Kohäsionsfonds, die immer Ländern und Regionen in der EU für bestimmte Periode EU-Mitteln zur Verfügung stellen, sind auch für Griechenland wichtig. Sie könnten dem Land helfen, das eigene Wachstum zu fördern. Doch die Höhe der Zahlungen aus den EU-Fördertöpfen ist abhängig von dem BIP eines Landes. Die höchste Fördermenge wird durch die Strukturfonds ausgegeben (mehr bei den DMN) und genau diese Fonds könnten für Griechenland ab 2014 wegfallen.

Für die Förderperiode 2014 bis 2020 teilt die EU eine Summe von 376 Milliarden Euro allein über die Strukturfonds zu. Theoretisch könnte Griechenland aus diesem Topf 13 Milliarden Euro erhalten. Aber Griechenland könnte nun tatsächlich für die Förderperiode 2014 bis 2020 aus den EU-Strukturfonds fallen. Erreicht ein Mitgliedsland 90 Prozent des durchschnittlichen BIPs des EU-Blocks, wird es von den Zahlungen aus den Strukturfonds ausgeschlossen. Die notwendigen Daten werden zur Beurteilung, ob Griechenland einen Anspruch auf die Strukturfonds hat, werden für Griechenland, wie bei allen anderen EU-Mitgliedsstaaten, aus dem Zeitraum der Jahre 2008 bis 2010 heraus beurteilt.

Nach vorläufigen Zahlen belief sich das BIP Griechenlands in diesem Zeitraum auf 89,6 Prozent des EU-Durchschnitts – also noch knapp unter den 90 Prozent. Die offiziellen Zahlen werden jedoch erst für September erwartet. Sollten diese dann tatsächlich bei 90 Prozent des EU-Durchschnitts-BIP oder darüber liegen, verliert Griechenland entsprechend mögliche 13 Milliarden Euro, die in das Wirtschaftswachstum des Landes hätten investiert werden können.

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