Wegen Sparmaßnahmen: Spanien rutscht noch tiefer in die Rezession

Das dritte Quartal in Folge ist die spanische Wirtschaft geschrumpft. In den vergangenen drei Monaten ging sie um 0,4 Prozent zurück. Die Umsetzung des neuen Milliarden-Sparpakets wird die spanische Wirtschaft angesichts dessen noch tiefer in die Rezession katapultieren.

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Die viertgrößte Wirtschaft der Eurozone geht weiter auf Talfahrt. Wie das spanische Statistikamt am Montag mitteilte, ist das spanische BIP im zweiten Quartal um 0,4 Prozent zurückgegangenen. Im ersten Quartal lag die Kontraktion bei 0,3 Prozent. Damit schrumpft die spanische Wirtschaft das dritte Quartal in Folge.

Das BIP Spaniens liegt deutlich unter dem Durchschnitt der Eurozone und der EU (Grafik: Instituto Nacional de Estadística)

Das BIP Spaniens liegt deutlich unter dem Durchschnitt der Eurozone und der EU (Grafik: Instituto Nacional de Estadística)

Auf jährlicher Basis sank die Wirtschaftleistung um 1 Prozent – der IWF rechnet für das gesamte Jahr mit einem Rückgang von 1,7 Prozent. Die straffen Einsparungen und Steuerregierung der spanischen Regierung verschärfen zunehmend die landeseigene Wirtschaft, die selbst schon mit schlechteren Absätzen aufgrund der Rezession in Nachbarländern zu kämpfen hat. Das neue Sparpaket in Höhe von rund 65 Milliarden Euro wird die spanische Wirtschaft in den nächsten Monaten treffen (hier). Zudem ist die eigene Binnennachfrage des Landes geschwächt. Die Arbeitslosigkeit steigt stetig weiter: auf zuletzt 24,6 Prozent (hier).

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