349 Millionen Franken Verlust: UBS will New Yorker Börse wegen Facebook verklagen

Die Schweizer Bank UBS hat mit Facebook-Aktien 349 Millionen Franken Verlust gemacht. Weil die Bank gar nicht so viele Anteile an Facebook haben wollte, wird sie nun die New Yorker Börse verklagen. Diese Panne und das schlechte Geschäft im Investmentbanking führen zu deutlichen Verlusten bei der UBS.

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Die Schweizer Großbank UBS will die New Yorker Börse Nasdaq verklagen. Technische Probleme beim Börsengang des Internetunternehmens Facebook hatten dazu geführt, dass UBS deutlich mehr Aktien des Unternehmens erhielt, als deren Kunden eigentlich haben wollten. So entstand für UBS ein Schaden von 349 Millionen Franken.

Der schlecht vorbereitete Börsengang Facebooks verursachte bei den Anlegern großen Schaden. Das Unternehmen und die Börse Nasdaq wurden für den Reinfall massiv kritisiert: „Wir werden angemessene rechtliche Schritte gegen Nasdaq einleiten, um die groben Fehler beim Angebot und die grundlegenden Verfehlungen bei der Ausführung ihrer Pflichten zu beanstanden“, hieß es von der UBS in einem Statement.

Nicht nur Facebook-Aktien verursachten erheblichen Schaden bei der UBS. Auch das schlechte Marktumfeld für Finanzprodukte hat für deutlich weniger Einnahmen gesorgt. Im zweiten Quartal gingen die Erträge des Investmentbankings bei der UBS im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent zurück.

Der Nettogewinn fiel im 2. Quartal auf 425 Millionen Franken. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte die UBS bereits über eine Milliarde Franken eingenommen.

Auch das Investmentbanking der Deutschen Bank ist im 2. Quartal stark eingebrochen Die Einnahmen aus dem einstigen Vorzeigegeschäft der Deutschen Bank ist um 63 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr hatte sie im gleichen Zeitraum 969 Millionen Euro mit dem Handel von Finanzprodukten eingenommen. Dieses Jahr sind es gerade einmal 357 Millionen Gewinn vor der Abzug der Steuern. Das Investmentbanking gilt als wichtigste Einnahmequelle der Deutschen Bank.

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