Italien: Yachtbesitzer fliehen vor Steuerfahndern – nach Griechenland

Dem italienischen Fiskus entgehen jährlich etwa 120 Milliarden Euro an Einnahmen. Nun haben die Behörden mit der Suche nach den Reichen begonnen. Sie stellen fest, dass viele Yachtbesitzer ihre Boote abgezogen haben, um nicht aufgespürt zu werden. Sie ankern nun vor Tunesien und Griechenland.

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Auf der Suche nach jährlich 120 Milliarden Euro an hinterzogenen Steuern greifen die italienischen Steuerfahnder nach jedem Strohhalm. Wie ein Sprecher der Finanzverwaltung dem Nachrichtendienst Bloomberg sagte, habe man begonnen, Luxusautos und Yachten aufzusuchen, um zu überprüfen, ob die Eigentümer ihre Steuern auch gezahlt haben. Die Yachtbesitzer haben daraufhin offenbar massenhaft die Flucht ergriffen und ihre Boote in Sicherheit gebracht.

Neben Tunesien und Korsika ist auch Griechenland ironischerweise ein beliebtes Ziel, um sich vor den eigenen Steuerbehörden in Sicherheit zu bringen. Die italienische Hafenwirtschaft fürchtet nun um ihr Geschäft und erwartet in diesem Jahr Verluste von bis zu 200 Millionen Euro. Allein am Hafen der Adria-Stadt Lignano ankern in diesem Sommer nach Auskunft des Hafens 15 Prozent weniger Luxusyachten.

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