Trotz Geburtstag: Opel verdonnert 10.000 Mitarbeiter zu Kurzarbeit

Aufgrund der Absatzkrise ist der Autobauer Opel gezwungen, fast zehntausend Beschäftigte in Kurzarbeit zu schicken. Das Stammwerk Rüsselsheim und das Motorenwerk Kaiserslautern sind betroffen. Ab Anfang September wird die Arbeit reduziert.

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150-jähriges Bestehen feiert Opel – doch die Mitarbeiter haben an diesem Tag keine Freude. Das Opel-Management hat sich entschieden, die Produktion zu drosseln. Ab Anfang September soll in Rüsselsheim und in Kaiserslautern bis zum Jahresende an 20 Tagen die Arbeit ruhen, berichtet Reuters. 9.300 Mitarbeiter, also fast alle aus Produktion und Verwaltung, sind von der Kurzarbeit betroffen. Das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim mit 7.000 Beschäftigten ist nicht betroffen. Hier werden die neuen Strategien des Unternehmens entwickelt.

Ab Anfang September werden weniger Fahrzeuge die Opel-Werke verlassen.

Ab Anfang September werden weniger Fahrzeuge die Opel-Werke verlassen.

„Der europäische Automobilmarkt bricht drastisch ein. Die sinkende Auslastung kann nicht mehr wie bisher durch den Einsatz von Korridorschichten und Gleitzeitguthaben kompensiert werden,“ erläuterte Personalvorstand Holger Kimmes. Die Zwangspause sichere aber Arbeitsplätze, ergänzte Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug. Um die Verluste bei den Mitarbeitern einzugrenzen, will Opel das staatliche Kurzarbeitergeld aufstocken. Wie viel Opel durch die Kurzarbeit einsparen wird, wurde nicht mitgeteilt.

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