Morgan Stanley zahlt Sarkozy 250.000 Euro für 45-Minuten-Rede

Allzu groß kann die Not der Banken nicht sein: Die Investment-Bank Morgan Stanley zahlt dem ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy eine viertel Million Euro - für eine Rede, die nicht einmal eine Stunde dauern soll. Allerdings wird Sarkozy für das Geld auch für Fotos mit den Bank-Chefs posieren.

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Sarkozy: Banken zahlen Topmodel-Gagen für einen fotogenen Ex-Präsidenten. (Foto: consilium)

Sarkozy: Banken zahlen Topmodel-Gagen für einen fotogenen Ex-Präsidenten. (Foto: consilium)

Nicolas Sarkozy wird für einen Auftritt bei der Investmentbank Morgan Stanley eine Gage von 250.000 Euro erhalten, berichtet der französische Canard Enchainé. Der ehemalige französische Präsident soll jedoch nach der Rede auch für einige Fotoaufnahmen mit den Bankern zur Verfügung stehen, was die Höhe der Summe gerechtfertigt erscheinen läßt.

Auch Headhunter sehen in der Höhe des dreiviertel-Stundenlohns kein Problem: Ein Vertreter dieser Zunft sagte der Zeitung The Local, es sei absolut in Ordnung, habe Sarkozy doch Erfahrung in der Führung eines mächtigen Landes. Außerdem ist Sarkozy ja nicht gänzlich von der Bildfläche verschwunden: Erst kürzlich gab es bei ihm eine Hausdurchsuchung wegen Korruptionsvorwürfen.

Sarkozy wird seine Gage dennoch mit gemischten Gefühlen betrachten – schließlich könnte angesichts der Summe eine Neiddebatte unter französischen Politikern ausbrechen: Tony Blair hatte nach seinem Abgang von JP Morgan 2,5 Millionen Pfund für eine Rede erhalten. Bill Clintons Redehonorar betrug im Jahr 2011 satte 13,4 Millionen Dollar. Angesichts dieses internationalen Vergleichs erscheint aufrichtiges Mitgefühl mit Sarkozy angebracht.


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