Moody’s senkt Ausblick auf negativ: Triple A Deutschlands wackelt

Die Ratingagentur Moody's hat bis auf Finnland den Ausblick bei allen europäischen Triple A-Staaten auf negativ gesetzt. Der Grund: Die Schuldenkrise wird Deutschland und die anderen Nordstaaten erheblich belasten.

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Die US-Ratingagentur Moody’s hat den Ausblick für Deutschland, die Niederlande, Luxemburg und für die gesamte EU auf negativ gesetzt. Damit folgen diesen Staaten Frankreich und Österreich, deren Ausblick schon vor einigen Monaten das Attribut „stabil“ verloren hat.

Zwar hinken die Bewertungen die traditionellen Ratingagenturen in der Regel um einiges der Realität hinterher. Die von den Banken unabhängige Agentur Egan Jones hatte Deutschland bereits vor einigen Monaten das Triple A aberkannt.

Dennoch ist die Begründung interessant: Moody’s erwartet, dass Spanien und Italien von der EU gerettet werden müssen. Diese Last werden die nun betroffenen Staaten tragen müssen – weshalb nach Moody’s Einschätzung nicht mehr als stabil gelten können.

Zu einem Downgrade werde es kommen, wenn es nicht gelingt, die Schuldenkrise schnell und nachhaltig zu lösen. Dies würde dann auch Auswikungen auf die Kreditkosten für Deutschland haben. Die meisten institutionellen Anleger dürfte die Ankündigung von Moody’s in ihrer vor einiger Zeit beschlossenen Strategie bestärken: Dass nämlich der Bondmarkt insgesamt keine attraktiven Investment-Möglichkeiten mehr bietet (mehr dazu – hier).

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