Institut: Risiken für deutsche Wirtschaft bleiben erheblich

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut hat angesichts der aktuellen Lage in der Eurozone seine Wachstumsprognose für Deutschland deutlich nach unten korrigiert. Auch 2013 soll sich der Trend fortsetzen. Hier rechnet das Institut nur mehr mit einem Wachstum von 0,5 Prozent.

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„Wegen der ungünstigeren Exportaussichten und deren Folgewirkungen haben sich auch die Konjunkturperspektiven für Deutschland eingetrübt“, warnte das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) am Mittwoch. Aus diesem Grund hat das Institut seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum korrigiert. Für 2012 rechnet das HWWI nur noch mit einem Plus von 0,7 Prozent. Im Juni wurde noch von einem Wachstum von einem Prozent ausgegangen. Aber auch die Erwartungen für das kommende Jahr sind deutlich gedämpft. Statt von einem Wachstum von 1,5 Prozent geht das HWWI nun nur noch von einem Wachstum von 0,5 Prozent für 2013 aus.

„Die Risiken für eine ungünstigere Entwicklung bleiben angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Eurokrise erheblich“, so das Institut in einer Mitteilung. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich eher verschlechtern. Nicht nur die Auslandsnachfrage schade dem deutschen Wirtschaftswachstum, auch mehren sich „inzwischen auch die Anzeichen für eine Abkühlung der bislang recht guten Binnenkonjunktur.“ Un dfür die gesamtwirtschaftliche Produktion rechnet das HWWI in der zweiten Jahreshälfte im glücklichsten Fall mit einer Stagnation statt einer Kontraktion. „Auch die deutsche Wirtschaft wird somit an den Rand einer Rezession geraten.“

Grundsätzlich geht das Institut zwar davon aus, dass die deutsche Wirtschaft wieder auf einen „moderaten Wachstumspfad“ zurückkehren könnte, aber bei einer weiteren „Eskalation der Eurokrise, etwa weil Griechenland aus der Eurozone ausscheidet und davon ‚lähmende‘ Wirkungen auf die Eurozone aber auch darüber hinaus ausgingen, wäre jedoch auch in Deutschland eine Rezession wahrscheinlich.“

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