Zypern: Ratingagentur stuft Kreditwürdigkeit um drei Stufen herab

Die zähen Verhandlungen mit der Troika und die Frage nach der Reformwilligkeit der nächsten Regierung haben die Kreditwürdigkeit Zyperns verschlechtert. Aus diesem Grund senkte die Ratingagentur Standard & Poor’s das Rating des Landes um drei Stufen.

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„Unserer Ansicht nach hat sich die Kreditwürdigkeit Zypern signifikant verschlechtert seit unserem letzten Rating im August, da nationale, politische Zwänge die vorübergehende Vereinbarung mit EU, IWF und EZB über ein Rettungspaket verhindert haben“, begründet Standard & Poor’s die Herabstufung des Landes (die zypriotische Regierung lehnte sogar die wichtigsten Forderungen der Troika ab – hier). Am Mittwochabend hat Standard & Poor’s deshalb das Rating von Zypern um ganze drei Stufen von BB auf B gesenkt und sich durch den negativen Ausblick eine weitere Herabstufung vorbehalten.

Darüber hinaus bemängelte die Ratingagentur aber auch die derzeitig große Abhängigkeit Zyperns von der Ausgabe neuer Anleihen. Zudem hätten die Schwierigkeiten im nationalen Banensektor die Unsicherheiten über die finanziellen Kosten, die auf Zypern zukommen, erhöht. Im Februar stehen in Zypern die nächsten Wahlen an. Mit Blick auf die vergangenen Wahlen in Griechenland besteht auch in Zypern das Risiko, dass vereinbarte Maßnahmen nicht eingehalten werden bzw. die Umsetzung dieser sich in die Länge zieht.

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