SPD-Chef Gabriel fordert Gehaltserhöhung für Bundeskanzler

SDP-Chef Sigmar Gabriel hält den deutschen Bundeskanzler für unterbezahlt. Mit 290.000 Euro im Jahr verdiene ein Kanzler oder eine Kanzlerin nicht genug.

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Geld allein macht nicht glücklich: Sigmar Gabriel und die französische Sozialistin Martine Aubry. (Foto: Parti socialiste)

Geld allein macht nicht glücklich: Sigmar Gabriel und die französische Sozialistin Martine Aubry. (Foto: Parti socialiste)

Bundeskanzler sollen nach Ansicht von SPD-Chef Sigmar Gabriel besser bezahlt werden. Gabriel sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Dass der deutsche Bundeskanzler weniger verdient als der Direktor einer mittelgroßen Sparkasse, finde ich nicht angemessen.“

Aktuell kommt die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ein Jahresgehalt von rund 290.000 Euro brutto. Abgesehen von der Kostenpauschale für Abgeordnete muss dieser Betrag auch versteuert werden.

Gabriel selbst verdient monatlich netto rund 10.000 Euro. Er sei damit zufrieden, sagte Gabriel der FAS.

Ein Gedanke, der Gabriel nicht in den Sinn kam: Man könnte ja auch die Gehälter der Sparkassendirektoren auf ein vernünftiges Mass herabsetzen. Für Banken-Kritik ist bei der SPD jedoch Peer Steinbrück zuständig. Dieser hatte erst neulich zugegeben, zwei Honorare nicht gemeldet zu haben, eines davon von einer Bank (mehr hier). Steinbrück könnte für diesen Verstoß voin Bundestagspräsident Lammert gerügt werden. Das dürfte allerdings die Öffentlichkeit nicht erfahren: Rügen dieser Art erfolgen geheim, wie die Satzung des Bundestags festlegt.

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