Nun offiziell: Bundesbank warnt vor Immobilien-Hype in deutschen Großstädten

In sieben deutschen Großstädten kam es in den vergangenen Monaten zu einem massiven Anstieg der Immobilienpreise. Die Bundesbank sieht deshalb erste deutliche Anzeichen einer Immobilienblase in Deutschland.

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„In Ballungsgebieten verzeichnen die Immobilienpreise einen beschleunigten Anstieg und Preisübertreibungen in einzelnen regionalen Teilmärkten können nicht ausgeschlossen werden“, sagt Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, im Finanzstabilitätsbericht 2012 (mehr hier). Zwar gebe es noch keine Anzeichen für eine Spekulationsblase, doch berge der teils kräftige Anstieg der Immobilienpreise in und rund um sieben deutsche Großstädte und vor allem in Berlin inzwischen Gefahren. Vor einer Woche hatte bereits das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sehr deutlich vor den Gefahren einer deutschen Immobilienblase gewarnt (mehr hier).

Preisblasen im Immobilienmarkt könnten die Finanzstabilität „erheblich gefährden“, so Andreas Dombret. Zwar war 2011 der Anstieg der Immobilienkredite mit 1,2 Prozent noch zu gering und die Vergabepraxis bei den Krediten noch zu konservativ, um von einer Kreditblase zu sprechen. Die Gefahren nähmen jedoch zu. Erfahrungen aus anderen Ländern hätten gezeigt, dass es gerade in einem Umfeld niedriger Zinsen und hoher Liquidität zu Übertreibungen an den Immobilienmärkten kommen kann. „Dies kann auch in deutschen Ballungszentren zum Tragen kommen und die Finanzstabilität hierzulande erheblich gefährden“, so Dombret.

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