Konsum-Verweigerung in der Krise: Minus 3,6 Prozent im Einzelhandel

Der Einzelhandelsumsatz ist in der Euro-Zone im Oktober weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Es ist der schlimmste Umsatz-Einbruch seit mehr als drei Jahren. Auch Deutschland ist stark betroffen.

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Im Oktober sind die Umsätze im Einzelhandel des Euroraums im Vergleich zum September um 1,2 Prozent gefallen, berichtet Eurostat. Damit sind die Oktober-Umsätze um 3,6 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Eigentlich war lediglich ein Umsatzrückgang von 0,8 Prozent erwartet worden. Doch der tatsächliche Umsatz-Rückgang im Euroraum ist nun so hoch wie seit Mai 2009 nicht mehr.

Die Umsätze im Einzelhandel sind auch im Oktober weiter gefallen. Dies gilt sowohl für die Eurozone, als auch für die EU insgesamt. (Grafik: Eurostat)

Die Umsätze im Einzelhandel sind auch im Oktober weiter gefallen. Dies gilt sowohl für die Eurozone, als auch für die EU insgesamt. (Grafik: Eurostat)

In Deutschland liegen die Umsätze im Einzelhandel sogar um 3,8 Prozent unter denen vor einem Jahr. Sie sind gegenüber September um 2,8 Prozent zurückgegangen. Genauere Zahlen für Deutschland hatte das Statistische Bundesamt bereits letzte Woche veröffentlicht (mehr hier). Am stärksten sind die Einbrüche jedoch in Spanien (- 11,5 Prozent) und in Portugal (- 6,7 Prozent). Mit Umsatz-Zuwächsen können die baltischen Staaten aufwarten, vor allem Lettland mit einem Plus von 9,2 Prozent.

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