Nächste Schlappe für die Deutsche Bank: Kirch-Erben steht Schadensersatz zu

Die Deutsche Bank ist nach einem letztinstanzlichen Gerichtsurteil schuld am Zusammenbruch des Imperiums von Leo Kirch. Die Erben haben Anspruch auf Schadenersatz - das kann die Deutsche Bank bis zu 1,5 Milliarden Euro kosten. Nun fürchtet einer der größten Banken der Welt, dass ihr die Kirch-Erben den Gerichtsvollzieher schicken könnten.

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Mit dem spektakulären Ende eines Prozesses fährt de legendäre Münchner Filmhändler Leo Kirch einen posthumen Sieg ein: Die Aussagen des damaligen DB-Chefs Rolf Breuer, Kirch sei eigentlich schon pleite, hätten zu dem Zusammenbruch der Kirch-Gruppe geführt.

Das Oberlandesgericht München sprach der Deutschen Bank die Schuld zu, weil Kirch damit im Markt einen so schweren Reputationsschaden erlitten hätte, dass seine Firma zusammenbrach.

Den genauen Schadensersatz werden nun Gutachter ermitteln: Es ist die Rede von einem Betrag zwischen 125 Million und 1,5 Milliarden Euro. Der Anwalt der Kirch-Erben, Peter Gauweiler, sprach von einem sehr großen Erfolg für die Familie.

Die Deutsche Bank will mit einigen juristischen Varianten versuchen, das Urteil gegen das keine Revision mehr möglich ist, doch noch auszuhebeln. Sie fürchtet, dass die Kirch-Erben das Geld per Gerichtsvollzieher eintreiben könnte. Eine Vollstreckung würde, so die Bank die „Zahlungsdienstleistungen für die Kunden erheblich beeinträchtigen“ und führe zu „massiven Kollateralschäden“.

Erst in dieser Woche war die Deutsche Bank wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung, der Geldwäsche und der Unterdrückung von Beweismitteln ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten (mehr hier).

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