Bericht: Armut ist politisch gewollt

Die Armut in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend verfestigt. Unzureichende Hartz IV-Sätze, der immer stärker wachsende Niedriglohn-Sektor und die schlechten Bildungschancen zeigen, dass die Politik nichts gegen die Armut unternehmen wolle, so der Bericht der Nationalen Armutskonferenz.

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Die Chancen, der Armut zu entkommen nehmen in Deutschland derzeit stetig ab, warnt der am Dienstag in Berlin vorgestellte Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz (nak). Die Armut verfestige sich immer weiter und die Politik ist nicht unschuldig an dieser Entwicklung. Das Risiko zu verarmen, werde permanent kleingeredet und die sich vergrößernde Lücke zwischen Arm und Reich werde von der Politik nicht wahrgenommen.

Letztlich kommt der Armutsbericht zu der Einsicht, dass die „Armut politisch gewollt“ sei. Unzureichende Hartz-IV-Sätze, schlechte Bildungschancen und –hilfen sowie der stetig wachsende Niedriglohn-Sektor zeigen, dass die Politik das Thema nicht mit genügend Ernsthaftigkeit annehme, so der Bericht. Zudem nehme das Armutsrisiko an sich in Deutschland weiter zu. Dem Bericht zufolge arbeitet derzeit in Deutschland jeder Vierte im Niedriglohn-Segment und etwa 7,6 Millionen Menschen sind auf staatliche Hilfeleistungen zur Sicherung ihres Existenzminimums angewiesen.

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