Rache für Mali: Islamisten überfallen Ölkonzerne in Algerien

Algerien ist Ziel einer islamistischen Attacke geworden. Dabei wurde ein Standort des Ölriesens BP angegriffen und zahlreiche Ausländer als Geiseln genommen. Es soll mindestens drei Tote gegeben haben. Die Aktion wird als Vergeltung für den Militäreinsatz Frankreichs in Mali gewertet.

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Eine Gruppe von radikalen Islamisten hat am Mittwoch einen Standort von BP und des norwegischen Statoil-Konzerns in Algerien angegriffen. Die mutmaßlichen Al-Qaida Anhänger nahmen insgesamt 41 Geiseln verschiedenster Nationalitäten in ihre Gewalt.

Insgesamt drei Menschen sollen bisher von den Terroristen ermordet worden sein. Sie werden als Ableger der Al-Qaida im islamischen Maghreb (AQIM) eingestuft. Die mauretanische Nouakchott Agency berichtet mit Verweis auf einen Sprecher der AQIM, dass dieser Angriff als Vergeltung für die französische Militäraktion in Mali verstanden werden soll. Die Sicherheitskräfte in Frankreich und weiteren westeuropäischen Ländern stehen in Alarmbereitschaft (die Türkei sprach an diesem Mittwoch eine Reisewarnung aus – mehr hier).

Über Jahre hinweg hat Mali die algerische Regierung um Unterstützung in ihrem Kampf gegen den Terrorismus gebeten. Dabei handelte es sich um militärische und finanzielle Unterstützung. Eine positive Antwort blieb bisher aus. Geographischer Ausgangspunkt jener terroristischen Aktivität ist Mali. Auch diesmal bittet Mali um Unterstützung.

Frankreich und Regierung von Mali gegen Islamisten

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, halten die Islamisten den Norden von Mali seit mehreren Monaten unter ihrer Kontrolle und sind mit schwerer Bewaffnung ausgesattet. Das Militär von Mali war nicht fähig die Islamisten zu besiegen. Folglich rief die Regierung Frankreich zu Hilfe. Paris willigte ein und beteiligte sich aktiv an Kampfhandlungen. Nach sechs Tage andauernden Luftangriffen gegen islamistische Stellungen, setzte Frankreich nun das erste Mal Bodentruppen ein.

Die Bevölkerung Nord-Malis soll sich zufrieden gezeigt haben über den französischen Einsatz, so Reuters. Die Furcht der Einwohner des Nordens vor der AQIM sei groß. Währenddessen habe sich auch Francois Hollande zu Wort gemeldet und habe verkündet, dass der Einsatz so lange andauern werde, bis Stabilität einkehrt und die Sicherheit der Bürger von Mali gewährleistet sei. Paris hat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung gebeten.

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