Hyper-Inflation in Argentinien: Regierung friert Preise ein, Panikkäufe erwartet

Bei etwa 26 Prozent soll die inoffizielle Inflationsrate des Landes liegen. Um die Welle steigender Preise zu stoppen, sollen nun in den größten Supermarktketten des Landes die Preise bis zum 1. April eingefroren werden.

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Argentinien steht vor einer Hyperinflation, die steigenden Preise sind für die Bevölkerung kaum mehr tragbar. Um der Entwicklung entgegen zu wirken, hat die argentinische Regierung am Dienstag angekündigt, die Preise für alle Produkte der größten Supermärkte des Landes bis zum 1. April einzufrieren, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Telam. Betroffen seien vor allem Supermarktketten wie Walmart, Carrefour und Jumbo. Das Wirtschaftsministerium bat alle Verbraucher, ihre Rechnungen zu behalten und sich bei einer Hotline zu beschweren, sollten sie Preissteigerungen vor dem 1. April bemerken, bestätigte auch die Nachrichtenagentur AP.

Entsprechend dieser Aktion der argentinischen Regierung rechnen viele Experten nun mit regelrechten Panikkäufen der argentinischen Bevölkerung, um sich bis zum Ende der eingefrorenen Preise am 1. April mit entsprechend vielen Produkten einzudecken. Als Folge dessen dürften die Supermärkte jedoch dazu übergehen, ihre Regale langsamer aufzufüllen und weniger Produkte anzubieten, da sie angesichts der fortschreitenden Inflation durch die Einfrierung der Preise eher Verluste erwirtschaften werden. Dementsprechend ist ein Engpass nicht auszuschließen.

Erst am Freitag hatte der IWF die argentinische Regierung gerügt, falsche Daten zur Inflationsrate angegeben zu haben. Argentinien behauptet, die jährliche Inflationsrate liege nicht höher als elf Prozent. Unabhängige Volkswirte schätzten diese jedoch auf 26 Prozent.


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