Libor-Skandal: Royal Bank of Scotland muss 455 Millionen Euro Strafe zahlen

Der Chef der Handelssparte wird zudem die Verantwortung übernehmen und die Bank verlassen. 21 Mitarbeiter sollen in die Libor-Manipulationen der Royal Bank of Scotland verwickelt gewesen sein.

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Im seit Monaten andauernden Libor-Skandal ist es zu einer weiteren Entscheidung gekommen. Wie die Royal Bank of Scotland am Mittwoch mitteilte, sei die Bank aufgrund massiver Manipulationen zu einer hohen Strafe verurteilt worden. Insgesamt 615 Millionen Dollar (ca. 455 Millionen Euro) müsse sie nun an die Aufsichtsbehörden in den USA und in Großbritannien zahlen.

Wie das Finanzunternehmen außerdem mitteilte, werde der Chef der Handelssparte, John Hourican, die Verantwortung für die Fehler des Managements übernehmen. Er verlässt die Bank. Insgesamt soll es bei 21 Mitarbeitern zu Fehlverhalten im Zusammen hang mit den Zinsmanipulationen gekommen sein, so Reuters. Die Verantwortlichen selbst würden jedoch nicht mehr in der Bank arbeiten. Außerdem hätten die Untersuchungen ergeben, dass der Bank selbst kein bewusstes Fehlverhalten vorzuwerfen sei, so die Royal Bank of Scotland.

„Das ist ein trauriger Tag für RBS, aber auch ein wichtiger, um die Fehler der Vergangenheit richtigzustellen“, kommentierte RBS-Chairman Philip Hampton die Entscheidung. Nach Barclays und der UBS ist die RBS die dritte Bank (mehr hier), die die Vorwürfe mit Geldbußen beilegt. Auch die Deutsche Bank steht unter dem Verdacht der Zinsmanipulation (hier).

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