Paralympics-Star Oscar Pistorius erschießt seine Freundin

Mit fünf Schüssen hat der südafrikanische Olympia-Star Oscar Pistorius seine Freundin getötet - versehentlich, wie er sagt. Er habe sie für einen Einbrecher gehalten. Pistorius war wegen seiner Carbon-Prothesen zum Medien-Helden aufgestiegen.

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Am frühen Donnerstagmorgen war die Polizei zum Haus des südafrikanischen Paralympic-Stars Oscar Pistorius gerufen worden, nachdem sich Nachbarn über eine Schießerei im Haus des Paralympic-Stars Pistorius beschwert hatten, sagte ein Polizeisprecher den NBC News. Pistorius ist vorübergehend festgenommen worden. Seine Freundin wurde in seinem Haus tot aufgefunden. Pistorius soll seine Freundin für einen Eindringling gehalten haben, berichtet die Onlineausgabe der südafrikanischen Times. Er sagte, er habe sie versehentlich erschossen.

Vier Schüsse sollen den Kopf der 30-Jährigen getroffen haben, ein Schuss ihren Arm. Noch am Donnerstag soll Pistorius in Pretoria einem Richter vorgeführt werden. Die Polizei ermittelt in einem Mordfall. Bei der Ermordeten soll es sich um das Model Reeva Steenkamp handeln.

Bekannt geworden als der „Blade Runner“ war Pistorius der erste zweifach amputierte, der an die Olympischen Spielen teilnahm. Er qualifizierte sich für das Halbfinale der 400 Meter und das Finale der 4×400 Meter bei den Spielen 2012 in London. Pistorius nahm während der Olympischen und Paralympischen Spielen in London an insgesamt elf Rennen teil. Seine Bilanz: Zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille bei den Paralympics.

Über seine Teilnahme in der normalen Olympia-Staffel war es zu einem Disput gekommen. Einige Sportverbände sahen in den Carbon-Prothesen einen unlauteren Wettbewerb.

Aufgrund einer genetischen Erkrankung war Pistorius ohne Wadenbeine und äußere Fußseiten geboren worden. Mit elf Monaten wurden ihm beide Unterschenkel abgenommen.

Pistorius hatte mit seinen auffälligen Prothesen die voyeuristischen Bedürfnisse von Millionen von Fernseh-Zuschauern erfüllt und den kommerziellen Zielen der Olympischen Spiele Genüge getan, weil er die Einschaltquoten und damit die Werbeeinnahmen in die Höhe trieb.

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