Nach Missbrauchsvorwürfen: Kardinal Patrick O’Brian tritt zurück

Der Vatikan bestätigt den Rücktritt des Kardinals. Die Vorwürfe wegen Missbrauch wiegen schwer. Vier Priesteramtskandidaten soll O'Brien in den 80-er Jahren missbraucht bzw. sexuell belästigt haben.

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Nur eine Woche vor dem Ratzinger-Rücktritt hatten vier Männer beim päpstlichen Nuntius die sofortige Entlassung des Chefs der Katholischen Kirche Schottlands, Keith O’Brien, gefordert. Der Kardinal habe sie in den 80-er Jahren als Priester seiner Diözese sexuell belästigt (hier).

Wie der Vatikan am Montag bestätigte, ist  der Erzbischof von Edinburgh, Kardinal Keith Michael Patrick O’Brien nun zurückgetreten. Der Kardinal gab an, dass er bereits vorher schon seinen Rücktritt angeboten hatte und Papst Benedikt „sich nun entschieden hat, dass meine Kündigung zum heutigen Tag wirksam ist“, zitiert die BBC aus einer Erklärung des Kardinals. In dieser entschuldigte er sich zudem bei denen, die er während seines Dienstes verletzt hatte, berichtet die BBC. „Rückblickend auf meine Dienstjahre danke ich Gott für alles, was ich Gutes tun konnte. Für jegliche Verfehlung entschuldige ich mich bei denjenigen, die ich verletzt habe“, so der Kardinal.

Außerdem werde er nicht an der Wahl des neuen Papstes teilnehmen.


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