Domino: Auch Niederlande verabschieden sich vom Sparkurs

Die Regierung der Niederland will keine weiteren Kürzungen durchführen. Denn die Wirtschaft des Landes schrumpft. Die Regierung nimmt dabei in Kauf, das Defizitziel von 3 Prozent zu verfehlen.

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Die niederländische Regierung will keine weiteren Kürzungen durchführen. Sie nimmt dabei in Kauf, das von der EU auferlegte Defizitziel von 3 Prozent zu verfehlen. Erst im kommenden Jahr soll die Marke wieder erreicht werden. Auch Frankreich hat sich vom Sparkurs verabschiedet, nachdem die Jugend-Arbeitslosigkeit 25 Prozent erreicht hat (mehr hier).

Diederik Samsom, der Chef der niederländischen sozialdemokratischen PvdA, sagte, unter den aktuellen „außergewöhnlichen Umständen“ sei der Aufschub des Defizitziels durchaus akzeptabel, zitiert ihn das NRC Handelsblad.

„Es ist keine lange Diskussion notwendig, um festzustellen, dass es nicht klug wäre, in einer schrumpfenden Wirtschaft das Defizit mit schnellen Maßnahmen auf drei Prozent zu drücken“, sagte Samsom.

Der Sozialdemokrat sagte, auch EU-Währungskommissar Olli Rehn stehe auf seiner Seite. Dieser hatte angedeutet, dass die Niederlande ausreichende Maßnahmen gegen das Defizit ergriffen hätten, zitiert ihn das NRC Handelsblad. Doch wenn das Land die Drei-Prozent-Marke übertreffe, dann müsse es das Brüssel ausführlich erklären, so Rehn.

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