Schäuble muss Bundesbank-Gewinn nach Griechenland überweisen

Die geringen Bundesbank-Gewinne werden zum Problem für Wolfgang Schäuble. Die Bundesbank fürchtet eine Verschärfung der Euro-Krise. Erschwert wird Schäubles Lage durch die Tatsache, dass Deutschland den Großteil der Bundesbank-Gewinne für den Schuldendienst nach Griechenland weiterleiten muss.

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Allzu viel bleibt Wolfgang Schäuble nicht vom Geld, das die Bundesbank nach Berlin schickt. (Foto: DWN)

Allzu viel bleibt Wolfgang Schäuble nicht vom Geld, das die Bundesbank nach Berlin schickt. (Foto: DWN)

Der seit Ausbruch der Eurokrise schwelende Konflikt zwischen der Bundesbank und der Bundesregierung über den Kurs bei der Euro-Rettung macht sich nun auch bei der Überweisung von Bundesbankgewinnen an das Bundesfinanzministerium bemerkbar.

Statt der von Schäuble erhofften 1,5 Milliarden Euro muss er sich nun mit nur 664 Millionen Euro begnügen. Weidmann steckt den Rest der Bundesbankgewinne in die Risikovorsorge. „Die Bundesbank erhöhte demnach die Rückstellung für allgemeine Wagnisse um 6,7 Milliarden Euro auf 14,4 Milliarden Euro In den Jahren 2010 und 2011 war sie um 1,6 Milliarden Euro beziehungsweise um 4,1 Milliarden Euro aufgestockt worden.“

Von den kümmerlichen 664 Millionen Euro muss Schäuble das Meiste sogar noch laut Beschluss des Europäischen Rates an Griechenland aufgrund des Erlasses von bisher geleisteten Zinszahlungen der Griechen an die EZB weiterleiten. Mithin hat die Bundesbank der Bundesregierung eine Nullrunde verordnet. Und das ist auch gut so. Schließlich hat die schwarz-gelbe Bundesregierung Risiken bisher unbekannten Ausmaßes der Bundesbank und den Bundesbürgern aufgebürdet.

Mithin rechnet die Bundesbankspitze im Gegensatz zur Bundesregierung mit deutlichen zukünftigen Verlusten aus dem ganzen Rettungschaos der letzten Jahre. Es wäre sogar möglich, die bedrohlich angeschwollenen Target2-Salden zeigen es deutlich, dass der stetige Geldfluss der Bundesbank ganz versiegt und umgekehrt die Bundesregierung Geld an die Bundesbank transferieren muss.

Auch Zentralbanken müssen rekapitalisiert werden, wenn durch Risikoübernahmen ihr Eigenkapital ausgelöscht werden sollte. Vielleicht dient ja auch der schrittweise Transfer der Goldreserven zurück nach Frankfurt zur Vorsorge für den Fall der Fälle, dass was bisher immer wieder als unmögliches Ereignis der Öffentlichkeit verkauft wurde, doch passiert. Ein Ende des Euros.

Dann wird jeder Vermögenswert gebraucht, um die völligen Finanzkollaps auch des deutschen Finanzsystems zu verhindern. Zum Glück sind die Bundesbanker von der Zockermentalität der Bundesregierung bisher nicht infiziert worden. Sie halten Kurs und die Bürger werden es ihnen zu gegebener Zeit zu danken wissen.

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