Türkei: Straßenschlachten fordern ersten Toten

Die seit Tagen anhaltenden Proteste in der Türkei haben ein erstes Todesopfer gefordert. Ein junger Mann sei von einem Auto mitgerissen worden, als dieses in die Menge der Demonstranten raste. Allein in Istanbul sollen zudem etwa 1.500 Menschen verletzt worden sein.

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Am späten Sonntagabend soll ein Autofahrer sämtliche Warnungen ignoriert und nicht in einen Demonstrationszug in Ümraniye gerast sein. Ein junger Mann, der von dem Auto erwischt wurde, ist an seinen Verletzungen gestorben, so die türkische Zeitung Hürriyet unter Berufung auf eine Erklärung der türkischen Ärzte-Union (TTB)

Die türkische Ärzte-Union wirft der Regierung vor, derzeit eine provokative Agenda. Sie forderte die Regierung auf, alle Polizeikräfte zurückzuziehen und die bisher Verhafteten wieder auf freien Fuß zu setzen. Allein in Istanbul habe der TBB zufolge bisher mehr als 1.480 Verletzte gegeben. Fünf davon befänden sich derzeit auf der Intensivstation, zwei weitere in kritischem Zustand. Zudem habe die Ärztevereinigung in Ankara bisher rund 414 Verletzte registriert sowie 420 Verletzte in İzmir.

Auch in Ankara raste am späten Sonntagabend ein PKW in eine Demonstranten-Menge gerast. Dabei wurden mindestens zwei Personen verletzt. Der Fahrer gab später an, dass er in Panik geraten sei, als Demonstranten auf sein Auto zugekommen wären.

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