Gewaltsame Proteste in Brasilien fordern erstes Todesopfer

Mehr als eine Million Menschen sollen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in über 100 brasilianischen Städten wieder auf die Straße gegangen sein. In mehreren Städten kam es dabei zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Gummigeschosse und Tränengas wurden eingesetzt, Panik brach aus. Ein Demonstrant starb, über 50 Menschen wurden verletzt.

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Die Proteste in Brasilien eskalieren zunehmend. Jeden Tag und jede Nacht beteiligen sich mehr Menschen an den Demonstrationen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sollen es über eine Million Demonstranten gewesen sein. Ein Mensch kam ums Leben, mindestens 29 wurden verletzt. Vor allem in Rio de Janeiro kam es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten.

300 Kilometer von Sao Paolo entfernt, in Ribeirão Preto, starb ein 18-Jähriger Mann bei den Protesten. Er wurde von einem Auto überfahren, als dieses die Barrikaden durchfuhr, berichten die Zeitungen Folha de São Paulo und Estado de São Paulo.

In Rio de Janeiro wurden mindestens 29 Menschen verletzt. Die Polizei soll Augenzeugen zufolge brutal gegen die Demonstranten vorgegangen sein. Die Polizisten setzten Panzer, Gummigeschosse und Tränengas ein. Während der Zusammenstöße brach unter den Demonstranten Panik aus.

In der Hauptstadt Brasilia versuchten Demonstranten am Eingang des Außenministeriums ein Feuer zu legen. Neben dem Außenministerium wurden auch andere Gebäude der Stadt von Demonstranten angegriffen. Mit Gummigeschossen und Tränengas ging die Polizei auch hier gegen die Protestler vor. 26 Menschen erlitten dabei Verletzungen. In Porto Alegre, Campinas und Salvador gab es ebenfalls Zusammenstöße.

Die brasilianische Regierung hat die Nationalgarde nach Rio de Janeiro, Belo Horizonte, Salvador, Fortaleza und in die Haupstadt Brasilia entsendet, berichtet BBC. Sie soll nun für Ruhe und Ordnung sorgen.


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