Italien braucht Geld: Großrazzia bei Fußballclubs wegen Steuerhinterziehung

Die italienische Finanzpolizei durchsuchte in einer groß angelegten Aktion Räumlichkeiten von insgesamt 41 Fußballclubs: Unter anderem bei Juventus Turin, dem AC Mailand und Inter Mailand. Gegen 21 Manager wird zudem ermittelt. Es soll um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe gehen.

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Die Staatsfinanzen Italien sind alles andere als gut. Doch diese könnten demnächst wieder etwas aufgefüllt werden. Am Dienstag führte die italienische Finanzpolizei eine Großrazzia in den Räumlichkeiten von 41 verschiedenen Fußballclubs durch. Gegen 21 Manager wird zudem direkt ermittelt. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung in Millionenhöhe.

Bei der Razzia handelt es sich um die größte in der Geschichte des italienischen Fußballs. Von den Vorwürfen der Geldwäsche und des Steuerbetrugs sind unter anderem Vereine wie der AC Mailand, Juventus Turin und Inter Mailand betroffen. Allein in der A-Serie spielen 18 der Clubs, berichtete die italienische Zeitung Corriere della Serra.

Zahlreiche Verträge von Spielern und Manager stehen dabei im Fokus der Überprüfungen.  So sollen die Staatsanwälte auf ein System gestoßen sein, bei dem die Clubs mittels Spielertransfers zusammen mit den Managern Millionen an den Steuerbehörden vorbei schleusten. Mindestens 12 Anwälte sind an den Untersuchungen beteiligt, die seit über einem Jahr laufen.

Spielerverträge beispielsweise von AC Mailands Antonnio Nocerino, Lazio Roms Giuseppe Sculli und Nepaels Ezequiel Lavezzi werden untersucht. Eine vollständige Liste der Spieler, deren Verträge unter die Lupe genommen werden, findet sich hier.

 

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