Prism: Deutschland nimmt Snowden nicht auf

Deutschland hat die Aufnahme des ehemaligen Geheimdienst-Mitarbeiters Edward Snowden abgelehnt. Die Voraussetzungen für eine Aufnahme seien nicht gegeben, sagte das Auswärtige Amt. Damit geht die Suche für Snowden weiter. Fünf andere EU-Staaten hatten bereits im Vorfeld Snowdens Anfrage zurückgewiesen.

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Snowden kann nicht mehr auf die Hilfe Deutschlands hoffen.

Snowden kann nicht mehr auf die Hilfe Deutschlands hoffen.

Die Suche nach einem neuen Aufenthaltsort wird für den Prism-Enthüller Edward Snowden immer schwieriger. Auch Deutschland wird dem 30-Jährigen kein Asyl gewähren.  „Die Voraussetzungen für eine Aufnahme liegen nicht vor“, teilten das Innenministerium und das Auswärtige Amt am Dienstagabend mit.

Einen Asylantrag für Deutschland hätte Snowden nur auf deutschem Boden stellen dürfen. Deshalb hatte der 30-jährige US-Amerikaner die Bundesregierung zunächst nur um eine Aufnahme gebeten, um im Anschluss in Deutschland Asylantrag ersuchen zu können, so n-tv.

Damit schwinden die Möglichkeiten für Snowden, in einem Land Asyl zu erhalten. Zuvor hatten bereits Österreich, Finnland, Irland, Polen und Spanien dem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter eine Absage erteilt. Am Dienstagmorgen hatte Snowden in 21 verschiedenen Ländern Asyl beantragt (hier). Das Angebot Putins, in Russland Asyl zu erhalten, hatte Edward Snowden zuvor ausgeschlagen.

Brasilien, Indien und Norwegen hatten das Ersuchen des Amerikaners ebenfalls mit einem kurzem „Nein“ abgewiesen, so der Guardian. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski twitterte genauso enttäuschend für Snowden: „Ich werde keine positive Empfehlung aussprechen.“

 

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