Bundesbank auf EZB-Kurs: Geldschwemme muss weiter gehen

Jens Weidmann sieht die deutsche Wirtschaft im Aufwind. Auch im Euro-Raum habe sich die Lage „stabilisiert“. Der Bundesbankpräsident spricht sich jedoch für die Fortsetzung der EZB-Geldschwemme aus. Für den Euro-Raum sei der Ausstieg noch nicht gekommen.

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Bundesbankpräsident Jens Weidmann auf dem G-20 Gipfel in Moskau. (Foto: G20.org)

Bundesbankpräsident Jens Weidmann auf dem G-20 Gipfel in Moskau. (Foto: G20.org)

Die Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum habe sich nach Ansicht von Bundesbankpräsident Jens Weidmann zuletzt stabilisiert. Er erwarte „eine graduelle weitere Verbesserung im Jahresverlauf“, sagte Weidmann am Samstag nach dem Ende der G20-Konferenz in Moskau. Ein Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik sei aber verfrüht.

Die Ankündigungen der Fed, künftig kein Geld mehr drucken zu wollen, hätten die Kapitalmarktzinsen in Europa in die Höhe getrieben. Die Börsenkurse brachen daraufhin weltweit ein (mehr hier). „Das war nicht die Ankündigung zu bremsen, sondern die Ankündigung, den Fuß etwas vom Gaspedal zu nehmen„, sagte Weidmann einem Bericht von Reuters zufolge. Die Geldschwemme der EZB geht also weiter.

Auch die deutsche Wirtschaft befindet Weidmann zufolge im Aufwind. Sie werde „ein kräftiges Plus im Frühjahr verzeichnet haben“, Für das laufende Quartal erwartet Weidmann eine moderate Entwicklung, berichtet Reuters.

Damit ist der kritische Kurs der Deutschen Bundesbank zur exzessiven Geldpolitik der EZB dahin. Bereits im Juni hatte Weidmann EZB-Chef Draghi überraschend den Rücken gestärkt (mehr hier). Bislang hatte die Bundesbank immer zum Sparen aufgefordert.

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