China: Sinkende Produktion belastet Arbeitsmarkt

Der chinesische Einkaufsmanager-Index für Juli ist auf den niedrigsten Wert seit elf Monaten eingebrochen. Er zeigt einen deutlichen Rückgang der Wirtschaft an, unter dem nun auch die Beschäftigung leidet.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Der Einkaufsmanager-Index von HSBC ist im Juli massiv eingebrochen. Er entfernt sich weiter vom offiziellen Index der chinesischen Regierung. (Grafik: Zero Hedge)

Der Einkaufsmanager-Index von HSBC ist im Juli massiv eingebrochen. Er entfernt sich weiter vom offiziellen Index der chinesischen Regierung. (Grafik: Zero Hedge)

In China ist die Produktion im Juli schneller zurückgegangen als erwartet worden war. Dies zeigt die Abkühlung der zweitstärksten Wirtschaft nach den USA. Besonders stark verdeutlicht sich das in der fallenden Beschäftigung.

Der vorläufige chinesische Einkaufsmanager-Index von HSBC für Juli liegt bei 47,7 Punkten. Das ist der niedrigste Wert seit elf Monaten, berichtet Zero Hedge. Zudem ist der Index im Verlauf der letzten vier Monaten so stark eingebrochen wie seit drei Jahren nicht mehr.

Der HCBC-Index beurteilt die chinesische Wirtschaft schlechter als der offizielle Einkaufsmanager-Index der chinesischen Regierung. Und wenn man die Daten von HSBC genauer betrachtet, sieht die Lage noch düsterer aus: So fiel der Beschäftigungs-Index auf 47,3 Punkte, den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren.

Hongbin Qu, der Chef-Ökonom von HSBCin China, sagte:

„Der niedrigere chinesische Einkaufsmanager-Index für Juli spricht für eine allmähliche Abkühlung des produzierenden Sektors aufgrund schwächerer Neubestellungen und eines schnelleren Lagerabbaus. Dies erhöht den Druck auf den Arbeitsmarkt weiter.“

Zudem habe Peking zuletzt angekündigt, für ein Mindestmaß an Wachstum zu sorgen, um eine stabile Beschäftigung zu gewährleisten, so Hongbin Qu. Der Einkaufsmanager-Index verstärke die Notwendigkeit, „zusätzliche Feinabstimmungen“ in Angriff zu nehmen, um das Wachstum zu stabilisieren.

Der IWF hat kürzlich gewarnt, China müsse sich von seinem nicht tragfähigen Wachstumsmodell trennen, das zu stark auf öffentlichen und privaten Schulden beruhe (mehr hier).

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick