Machtkampf in Ägypten: Gericht verbietet Muslimbrüder

Ein Gericht in Kairo hat die Muslimbrüder verboten. Alle Aktivitäten müssen eingestellt werden, Gelder und andere Vermögenswerte werden eingezogen. Auch alle mit den Muslimbrüdern kooperierenden Organisationen sind vom den Urteil betroffen.

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Ein Gericht in Kairo hat die Muslimbrüder mit einem aktuellen Urteil handlungsunfähig gemacht. Alle Aktivitäten der Bewegung werden verboten. Das Vermögen der Gruppe wird beschlagnahmt.

„Das Gericht verbietet alle Aktivitäten der Muslimbruderschaft und die ihrer Nicht-Regierungs-Organisationen und alle Aktivitäten, an denen sie teilnimmt sowie alle Organisationen, die aus ihr hervorgegangen sind“, zitiert Reuters aus dem Urteilsspruch von Richter Mohammed al-Sayed. Damit wird auch der politische Arm, die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei verboten. Die Partei unter Ex-Präsident Mursi hatte sich bisher offiziell immer als unabhängig bezeichnet.

Von dem Verbot sollen auch alle Organisationen betroffen sein, die – auf welche Art auch immer – mit Muslimbrüdern kooperieren.

Das Gericht in Kairo ordnete außerdem an, „Geld, Vermögen und Immobilien“ zu beschlagnahmen. Das Kabinett müsse ein unabhängiges Komitee ins Leben rufen, dass über das Vermögen verfügen solle, bis ein abschließendes Urteil darüber gefällt werde. Gegen das Urteil könne noch Berufung eingelegt werden, berichtet Al-Dschasira.

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