China: Ein-Kind-Politik soll gelockert werden

Mehr Kinder, weniger Auflagen. Die chinesische Regierung kündigt umfassende Reformen an. In Zukunft dürfen Paare ein zweites Kind bekommen, wenn eines der Eltern Einzelkind ist. Erstmals in der Geschichte Chinas sinkt die Zahl der arbeitsfähigen Personen.

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In Zukunft sollen in China Ehepaare zwei Kinder haben dürfen. Und zwar, wenn eines der beiden Elternteile selbst Einzelkind ist. Dies beschloss die Kommunistische Partei (KP) Chinas am Freitag nach viertägigen Beratungen.

Seit den 1970er-Jahren gilt die Ein-Kind-Politik: In der Stadt dürfen Paare nur ein Kind bekommen. Paare auf dem Land dürfen ein zweites bekommen, wenn das erste ein Mädchen ist.

Ende 2012 war in China das erste Mal die Zahl der arbeitsfähigen Personen um 3,45 Millionen Menschen gesunken. Behörden warnten, dass sich mit diesem Trend die Wettbewerbsfähigkeit bis zum Jahr 2030 entscheidend verringern wird, berichtet Die Welt.

In den vier Jahrzehnten der Geburtenplanung sind in China aufgrund der Auflagen 400 Millionen Kinder weniger geboren worden. Vor 1970 brachte eine Chinesin durchschnittlich 5,8 Kinder zur Welt. 2012 waren es nur noch 1,5 Kinder.

Die chinesische Regierung will künftig auch weniger stark in die Wirtschaft eingreifen. Ein entsprechendes umfangreiches Reformpaket beinhaltet unter anderem, die Förderung ausländischer Investitionen sowie eine Zinsreform und eine Stärkung der Eigentumsrechte. Auch die Sozialsysteme sollen umgebaut werden.

Chinas Präsident Xi Jinping kündigte der staatlichen Agentur Xinhua zufolge an, die Reformen mit größerem Druck voranzutreiben, um ein gesundes Wirtschaftswachstum sicherzustellen. Vorab durchgesickerte Details zu den Plänen befeuerten am Freitag bereits den chinesischen Aktienmarkt.

Die regierenden Kommunisten hatten am Dienstag Reformen angekündigt, um in dem Schwellenland bis zum Jahr 2020 mehr Marktwirtschaft zuzulassen. Zunächst war unklar, wie diese detailliert aussehen würden.

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