Word Economic Forum warnt vor sozialer Explosion in Europa

Die Kriminalitätsrate wird steigen, die Wirtschaft stagnieren und das soziale Gefüge auseinanderbrechen. Dieses Szenario beschreibt das World Economic Forum, wenn es den europäischen Staaten nicht gelingt, die Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen.

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40 Prozent aller weltweit Arbeitslosen sind zwischen 15 und 24 Jahre alt. Das sind umgerechnet 75 Millionen Menschen, so das WEF. Das Risiko für einen Jugendlichen arbeitslos zu werden ist drei Mal höher als bei einem Erwachsenen.  Bei EU-Spitzenreiter Griechenland liegt die Jugendarbeitslosigkeit in manchen Regionen sogar bei 75 Prozent.

Jugendarbeitslosigkeit schürt in Europa soziale Unruhen. Zu dieser Feststellung gelangt das Weltwirtschaftsforum (WEF). Das Problem werde immer schlimmer. Die Schließung der Einkommensschere und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit werde 2014 die Internationale Agenda bestimmen, so SD Shibulal, Hauptgeschäftsführer von Infosys, der bei der Global Agenda des WEF mitgewirkt hat im Daily Telegraph.

Wenn die Jugendlichen doch in Arbeit stehen, sind die Bedingungen schlecht. In der EU waren im Jahr 2010 42,1 Prozent der Jugendlichen in befristeten Verträgen angestellt.

Vor allem die Unterschiede zwischen Jungen und Alten belasten das Arbeitsverhältnis: Die älteren Arbeitsnehmer haben mehr Rechte als die jüngeren.

Befristete Verträge, weniger Privilegien, keine Sonderzahlungen und eine geringe Jobsicherheit bestimmen den Arbeitsalltag der Jungen. Ein weiteres Problem ist, dass viele für ihre Tätigkeit überqualifiziert sind.

Vor Kurzem haben die EU-Regierungen sich darauf geeinig, dass Jugendliche künftig innerhalb von vier Monaten nach ihrem Schulabschluss oder der Arbeitslosmeldung eine Ausbildung, eine Qualifizierung oder eine Beschäftigung erhalten sollen (mehr hier).

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