Gold-Börse Chicago wegen Manipulation ausgesetzt

Der Goldhandel an der weltgrößten Terminbörse in Chicago wurde für 20 Sekunden gestoppt. Ein massiver Abverkauf hatte dem Markt alle Liquidität entzogen. Es ist die dritte offensichtliche Manipulation des Goldmarktes innerhalb weniger Wochen, um den Goldpreis zu drücken.

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Am Mittwoch gab es erneut einen derart heftigen Kursabsturz beim Gold, dass der Goldhandel an der größten Terminbörse der Welt ausgesetzt wurde. Wer hinter der Manipulation steckt, ist nicht bekannt.

Für 20 Sekunden wurde der Goldhandel gestoppt, berichtet der Finanzblog Zero Hedge. Ein automatischer Stopp war ausgelöst worden, nachdem der Goldpreis infolge eines massiven Abverkaufs abgestürzt war. Ein Grund für den massiven Goldverkauf ist nicht bekannt.

Jemand hatte auf einen Schlag Goldpapiere im Umfang von 150.000 Unzen mit einem Marktwert von 190 Millionen Dollar abgestoßen und dem Markt alle Liquidität entzogen. Mit solchen extremen Abverkäufen schadet sich der Verkäufer eigentlich selbst, da er auf diese Weise nicht den bestmöglichen Preis erzielt.

Das massive Abstoßen von Gold kann jedoch dazu genutzt werden, den Markt zu manipulieren und den Goldpreis nach unten zu drücken.

Bereits am 12. September und am 11. Oktober wurde der Goldhandel aus demselben Grund gestoppt. Der Handel an der Chicagoer Terminbörse wird automatisch gestoppt, wenn im gesamten Markt keine Liquidität mehr vorhanden ist. Gewöhnlich wird der Handel für fünf bis zehn Sekunden gestoppt. Übertriebene Preissprünge innerhalb kürzester Zeit sollen  auf diese Weise verhindert werden.

Die britische Finanzaufsicht FSA hat am Dienstag erste Erkundungen wegen der Manipulation des Goldpreises gestartet (mehr hier). Nur einen Tag später hat es nun erneut einen klaren Fall von Goldpreis-Manipulation gegeben.

Als der Goldhandel am Mittwoch um 6:27:01 Uhr (Chicagoer Zeit) wieder einsetzte, lag der Goldpreis etwa 9 Dollar niedriger als vor dem massiven Abverkauf. Der Goldpreis liegt am Mittwochnachmittag um 1.260 Dollar, circa 1,2 Prozent niedriger als zu Handelsbeginn.

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