Verkehr der Zukunft: Stadtfahrzeuge werden immer kleiner

Mehr Platz, weniger Emissionen, flüssiger Verkehr. Ein von Studenten entwickelter Kleinstwagen soll den Verkehr der Zukunft verändern - und dessen Optik.

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Das Fahrzeugmodell Twist: Die nächste Innovation im Großstadtverkehr (Foto: Fachhochschule Frankfurt am Main)

Das Fahrzeugmodell Twist: Die nächste Innovation im Großstadtverkehr (Foto: Fachhochschule Frankfurt am Main)

Es könnte einen Fortschritt im Kampf gegen die Überlastung des Großstadtverkehrs bedeuten: Maschinenbaustudenten der Fachhochschule Frankfurt am Main haben einen neuen Fahrzeugtypen entwickelt, der mit minimalem Volumen mehr Bewegungsfreiheit im chronisch beengten Stadtverkehr verspricht. Als entscheidenden Vorteil des zylindrischen Autos gegenüber anderen Kleinstwagenmodellen sehen die Entwickler den kompakten Aufbau: Fahrgastzelle und Räderwerk befinden sich auf der gleichen Höhe und in direkter Nähe. Trotz des minimalen Volumens bietet das Modell mit dem Namen „Twist“ genügend Stauraum und Beinfreiheit. Darüber hinaus stößt das Fahrzeug keine Emissionen aus und lässt sich auch auf engem Raum gut manövrieren.

Die Volumensparsamkeit von „Twist“ sicherte den Entwicklern Patrice Gilles, Simon Grübel, Nicklas Scherer und Michael Schäfer den Einzug ins Finale des in Deutschland, der Schweiz und Österreich ausgeschriebenen Wettbewerbs „Zukunftspreis Kommunikation“. Der Projektbetreuer Hector Solis-Muñiz aus dem Fachbereich Informatik und Ingenieurswissenschaften sieht für sein Team gute Chancen auf den Sieg, da die Platzsparsamkeit von „Twist“ einen einzigartigen Vorteil darstelle.

Teammitglied Gilles beschreibt die Ansprüche des Konzepts näher: „Der Twist bietet eine vollkommen neue Art und Form der Fortbewegung und unterscheidet sich so von den Konkurrenzprodukten auf dem Markt.“ Das Modell soll die Zukunft der Mobilität in den Stadtbildern prägen und Mut für Innovationen in Bezug auf die Formgebung und Bewegung machen. Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklung. Die Inspiration für zukünftige visionäre Konzepte ist von den Entwicklern erwünscht.

Auf den ersten Blick sieht der Twist einem Rollstuhl ähnlich. Ob das Design am Markt ankommt, muss sich noch zeigen.

Unklar bleibt außerdem, inwiefern sich der kompakte Bau negativ auf Sicherheitsaspekte auswirkt. Dem Wunsch des täglichen Stadtdurchquerers nach einem zügigeren Verkehrsfluss kommt die Idee jedoch sehr entgegen. Möglicherweise sind die Schöpfer von „Twist“ der Erfüllung von Gilles’ Vision eines flüssigeren Verkehrs mit weniger Stress und mehr Lebensqualität ein Stück nähergekommen.

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