Strompreise fallen: Orkan produziert mehr Windenergie

Für Norddeutschland werden orkanartige Stürme erwartet. Die Windturbinen können daher bis zu viermal so viel Energie erzeugen. Der Börsenpreis für Elektrizität in Deutschland ist am Mittwoch um 40 Prozent gefallen.

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In Erwartung eines stark steigenden Angebots an Windenergie in den kommenden Tagen sind die an der Börse gezahlten Strompreise am Mittwoch stark gefallen.

Händler verwiesen auf Wetterprognosen, die orkanartige Stürme für Norddeutschland voraussagen. Sie schätzten, dass die Windturbinen dann drei- bis viermal so viel Energie produzieren werden wie an normalen Tagen. Erneuerbare Energien gelangen vorrangig in die Stromnetze, wo sie das Angebot von fossil erzeugter Elektrizität erweitern.

Wegen des erwarteten Überangebots an Energie fiel der Preis für eine Megawattstunde Strom zur Lieferung am Donnerstag im Vergleich zu den für Mittwoch gezahlten Preisen um knapp 40 Prozent auf 31,50 Euro.

Im Nachbarland Frankreich wurde gut doppelt so viel wie in Deutschland gezahlt, und das, obwohl sich die beiden Länder durch Grenzleitungen gegenseitig beliefern. Der Preis für den vergleichbaren französischen Kontrakt fiel um 3,5 Prozent und kostete 70 Euro.

„Die Übertragungskapazitäten an der Grenze sind begrenzt, und deshalb kann Deutschland nicht genug überschüssige Energie loswerden und Frankreich nicht genug importieren, um die dort steigende Nachfrage zu bedienen“, sagte ein Händler. „Deshalb der Preisunterschied.“

Mit Beginn des Winters zieht der Stromverbrauch der Franzosen stark an, da sie viel und spontan mit elektrischen Heizkörpern heizen. Die Deutschen heizen dagegen vor allem mit Gas und Öl, das sie im Voraus kaufen.

Nach Daten der französischen Regulierungsbehörde entwickeln sich die französischen und deutschen Strompreise in etwa acht Monaten eines Jahres gleich und stimmen auch weitgehend überein. Zur aktuellen Divergenz trägt bei, dass anders als in Deutschland die Windkraft in Frankreich noch eine sehr geringe Rolle spielt.

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