Sparkassenpräsident: Draghi verhindert Investitionen in Deutschland

Die niedrigen Zinsen enteignen die Sparer und führen zu gefährlichen Blasen, so Sparkassenpräsident Fahrenschon. Zudem verbreiten sie den „Geruch der Krise“. Auf diese Weise werde verhindert, dass in Deutschland investiert wird.

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Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon hält die Niedrigzinspolitik der EZB für einen großen Fehler. Fahrenschon sprach am Montag in Berlin „von gefährlich niedrigen Zinsen“ und forderte: „Wir brauchen einen Einstieg in den Ausstieg aus dieser Situation“.

Die falsche Einschätzung der EZB werde in zweierlei Hinsicht deutlich: „In den Krisenländern geben die Banken die niedrigen Zinsen nicht an ihre Kunden weiter“. Zudem habe die EZB auch nicht die vorsichtigen deutschen Unternehmen zu Investitionen veranlasst.

„Diese niedrigen Zinsen verbreiten den Geruch der Krise“, sagte Fahrenschon. „Sie verhindern, dass hier investiert wird“, ergänzte er mit Blick auf Deutschland.

Die niedrigen Zinsen schürten die Gefahr von Preisblasen, wobei dazu im Immobiliensektor Anlass zur Sorge bestehe. Man könne daher nur hoffen, dass die EZB schnell aus ihrer Niedrigzinspolitik aussteige. „Mit diesen niedrigen Zinsen erreicht sie (die EZB) lediglich, dass Sparer enteignet werden und dass die Gefahr von Blasen weiter wächst“, warnte der Sparkassenpräsident.

Die EZB hatte im November ihren Leitzins auf ein Rekordtief von 0,25 Prozent gekappt, weil die Teuerungsrate deutlich unter ihren Zielwert von knapp unter zwei Prozent in der Euro-Zone gefallen war. Vergangene Woche hatte sie den Leitzins bestätigt, sich aber alle Türen für weitere Maßnahmen offengehalten.

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