Trotz sprudelnder Einnahmen: Kommunen schreiben rote Zahlen

In den ersten drei Quartalen verzeichneten die deutschen Städte und Gemeinden ein Defizit von 1,4 Milliarden Euro. Zwar legten die Einnahmen um 4,5 Prozent zu. Doch noch stärker stiegen die Ausgaben für Sozialleistungen und Personal.

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Die deutschen Städte und Gemeinden schreiben trotz deutlich steigender Steuereinnahmen rote Zahlen.

Die Kommunen gaben in den ersten drei Quartalen 1,4 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen – vor allem wegen höherer Sozialausgaben und Personalkosten, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Auch 2012 lag das Defizit zu diesem Zeitpunkt auf diesem Niveau. Trotzdem sprang bis Jahresende noch ein Überschuss von rund 900 Millionen Euro heraus.

Die Kommunen steigerten ihre Einnahmen bis 30. September um 4,5 Prozent auf 145,4 Milliarden Euro. Hier wuchs das Steueraufkommen um 3,9 Prozent auf 52,1 Milliarden Euro, wobei die Einkommensteuer mit 6,7 Prozent wegen der Rekordbeschäftigung und höherer Löhne besonders deutlich zulegte.

Die Ausgaben kletterten um 4,6 Prozent auf 146,8 Milliarden Euro. Dabei stiegen die Sozialleistungen um 6,7 Prozent auf 35,1 Milliarden Euro, die Leistungen für die Grundsicherung für Arbeitssuchende um 4,9 Prozent auf neun Milliarden Euro. Die Personalausgaben nahmen um 3,5 Prozent auf 38,3 Milliarden Euro zu.


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