Rating-Agentur S&P entzieht der EU das Triple-A

Standard & Poor's senkt die Kreditwürdigkeit der EU. Sie stuft das Langfrist-Rating von AAA auf AA+. Die Kreditwürdigkeit der 28 EU-Staaten habe infolge der Spannungen bei den Verhandlungen über den EU-Haushalt abgenommen.

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Standard & Poor’s entzieht der EU ihre Spitzenbewertung. Das Langfrist-Rating werde auf AA+ von AAA gesenkt, teilte die US-Ratingagentur am Freitag mit.

„Unserer Meinung nach hat die Kreditwürdigkeit der jetzt 28 EU-Mitgliedstaaten insgesamt abgenommen.“ Als Grund für die schlechtere Note nannte S&P Spannungen bei den Verhandlungen über den EU-Haushalt. Diese signalisierten steigende Risiken, dass die EU in einigen Mitgliedstaaten an Rückhalt verlieren könnte.

Der Entscheidung vorausgegangen war in den vergangenen Monaten außerdem eine Herabstufung der Ratings von Frankreich, Italien, Spanien, Malta, Slowenien, Zypern und den Niederlanden.

Die EU kann auf eigene Rechnung Kredite am Markt aufnehmen, gehört aber zu den kleinen Spielern am Anleihemarkt. Derzeit sind nach S&P-Berechnungen Anleihen im Volumen von 56 Milliarden Euro in Umlauf. Das Geld wurde überwiegend für Irland und Portugal benötigt

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