Zentralbank machtlos: Zins-Explosion in China

Die wiederholten Versuche der chinesischen Zentralbank, die Finanzmärkte mit Not-Geld zu versorgen, bleiben erfolgslos. Die Banken horten noch immer Bargeld. Der Sieben-Tage-Rückkaufsatz stieg am Montag auf 8,8 Prozent, dem höchsten Stand seit dem Liquiditätsengpass Ende Juni.

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Die chinesische Notenbank versucht, die Bedenken über eine Kreditklemme zu zerstreuen (mehr hier) und pumpte nach eigenen Angaben binnen drei Tagen 50 Milliarden Dollar in den Interbankenmarkt. Am Freitag hatten die Sorgen die Aktienkurse in China belastet. Investoren befürchten, dass es erneut zu einem Engpass bei der Versorgung der Banken mit Geld kommen könnte. Erst im Juni war der Geldmarkt in China in eine Krise gestürzt und hatte damit für Turbulenzen an den Handelsplätzen weltweit gesorgt.

Am Ende des Jahres steigt bei chinesischen Unternehmen die Nachfrage nach Bargeld. Der Wettbewerb für Einlagen wurde durch die wachsende Zahl von bankähnlichen Institutionen, die höher verzinsliche Alternativen für Sparer bieten, verschärft worden, berichtete die FT.

Die weitere Verschärfung der monetären Rahmenbedingungen angesichts der Liquiditätsspritzen der Notenbank erinnert an den Liquiditätsengpass zu Beginn des Jahres. Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft verschreckte Anfang 2013 globale Investoren.

Es ist bis jetzt auch nicht abzusehen, ob die Entwicklungen an Chinas Finanzmärkten globale Auswirkungen für Banken und Unternehmen haben wird.

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