Implantat statt Diät: Forscher erfinden Abnehm-Kapsel

Forscher der ETH Zürich haben ein Implantat entwickelt, dass die Blutfettwerte überwacht. Wenn das Essen zu üppig war, aktiviert der Chip einen Botenstoff. Dem Hirn wird Sättigung signalisiert. Dicke Mäuse haben in Versuchen bereits ordentlich abgespeckt.

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Die Menschheit wird immer dicker, nicht nur in den Industrienationen. Diäten fordern Willenskraft. Die hebeln Schweizer Forscher nun aus. Sie wollen mit einem Implantat das Sättigungsgefühl der Übergewichtigen anregen.

Dazu konstruierten die Biotechnologen der ETH Zürich aus menschlichen Komponenten einen genetischen Regelkreis. Die im Implantat enthaltenen menschlichen Gen-Komponenten bringen verschiedene Proteine und Reaktionsschritte der Nahrungsverarbeitung hervor.

Einerseits überwachen sie konstant die Werte von den Blutfettwerten, andererseits bildet das Genkonstrukt bei übermäßig hohen Blutfettwerten einen Botenstoff. Dieser vermittelt dem Körper das Signal „satt“.

Das Ganze brachten die Forscher in menschliche Zellen und dann in winzige Kapseln ein. Diese implantierten sie gemästeten, übergewichtigen Mäusen. Sofort nach dem Eingriff hörten die Mäuse auf zu essen, weil sich das Warnsystem einschaltete.

Das Implantat ist aber keine Diät. Die Mäuse erhielten weiterhin das gleiche kalorienreich Essen wie zuvor, aßen allerdings davon nur so viel wie nötig.

Für übergewichtige Menschen ist der Chip in absehbarer Zeit allerdings noch keine Option.

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