Zehntausende Basken protestieren trotz Verbot

Ein Madrider Gericht verbot den Protest der Basken. Zehntausende Menschen wagten sich dennoch auf die Straße. Sie unterstützen inhaftierte Eta-Mitglieder.

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Zehntausende Basken demonstrierten am Samstagabend in der spanischen Stadt Bilbao für die Rechte der inhaftierten Mitglieder der baskischen Separatisten-Organisation Eta. Sie trotzten damit einer Entscheidung eines Madrider Gerichts, das die Kundgebung verboten hatte.

Unter dem Motto „Menschenrechte, Verständigung und Frieden“ schlossen sich die nationalistische baskische Partei PNV und das sozialistische baskische Wahlbündnis Bildu zusammen, um die Häftlinge mit ihrem Protest zu unterstützen.

In Spanien sind rund 600 Eta-Mitglieder in Haft. Die Unterstützer der Eta sind gegen eine Aufteilung der inhaftierten Eta-Mitglieder auf mehrere Haftanstalten in Spanien und Frankreich.

Im vergangenen Jahr waren zahlreiche Mitglieder der Separatisten-Organisation in Frankreich und Spanien festgenommen worden. Die Eta hat zwar 2011 den bewaffneten Kampf für beendet erklärt. Ihre Waffen hat sie allerdings noch nicht abgegeben. In ihrem rund 40-jährigen Kampf für einen unabhängigen Basken-Staat im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs wurden mehr als 800 Menschen getötet.

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