Ritter Sport siegt gegen Stiftung Warentest

Der Schokoladenproduzent Ritter hat vor Gericht einen Etappensieg im Streit um eine Bewertung der Stiftung Warentest errungen. Die Tester dürfen nicht mehr behaupten, dass der Hersteller einen künstlichen Aromastoff seiner Sorte „Voll-Nuss“ hinzugefügt und diesen nicht auf der Verpackung kenntlich...

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Der Schokoladenproduzent Ritter hat vor Gericht einen Etappensieg im Streit um eine Bewertung der Stiftung Warentest errungen. Die Tester dürfen nicht mehr behaupten, dass der Hersteller einen künstlichen Aromastoff seiner Sorte „Voll-Nuss“ hinzugefügt und diesen nicht auf der Verpackung kenntlich gemacht habe, entschied Richter Peter Lemmers am Montag in München.

Ritter hatte Ende November eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest erreicht, nachdem sie das umstrittene Produkt mit „mangelhaft“ bewertet hatte. Die Warentester hatten reklamiert, sie hätten den nach Vanille schmeckenden Aromastoff Piperonal in seiner Schokolade entdeckt. Der vom Aromahersteller Symrise gelieferte Zusatzstoff sei künstlich, Ritter schreibe allerdings auf die Verpackung, ausschließlich natürliche Aromen zu verwenden.

Letztlich dreht sich der Streit um ein Nachweisverfahren, das nicht zwischen künstlichem und natürlichem Piperonal unterscheidet. Nach Angaben des Branchenverbands SG Network ist das natürliche Aroma etwa 30 Mal so teuer wie das künstlich gewonnene.

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