Jury kürt „Sozial-Tourismus“ zum Unwort des Jahres

Die Jury, die alljährlich das „Unwort des Jahres“ ausruft, entschied sich in diesem Jahr für das Wort „Sozialtourismus“. Es mache gezielt Stimmung gegen unerwünschte Zuwanderer.

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Die Jury, die alljährlich das „Unwort des Jahres“ ausruft, entschied sich in diesem Jahr für das Wort „Sozialtourismus“. Es mache gezielt Stimmung gegen unerwünschte Zuwanderer.

„Das Grundwort ‚Tourismus‘ suggeriert, in Verdrehung der offenkundigen Tatsachen eine dem Vergnügen und der Erholung dienende Reisetätigkeit“, sagten die Juroren in einer Presseerklärung.

„Das Bestimmungswort ‚Sozial‘ reduziert die damit gemeinte Zuwanderung auf das Ziel, vom deutschen Sozialsystem zu profitieren. Dies diskriminiert Menschen, die aus purer Not in Deutschland eine bessere Zukunft suchen, und verschleiert ihr prinzipielles Recht hierzu“, so die Juroren weiter.

Die Jury besteht aus vier Sprachwissenschaftlern und einem Journalisten. Insgesamt seien in diesem Jahr 746 verschiedene Wörter eingeschickt worden. Die häufigsten Einsendungen waren dabei „Supergrundrecht“(45mal), „Homo-Ehe“ (19mal), „Ausschließeritis“ (16mal) und „Armutszuwanderung“ (16mal).

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